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Funk News » Funk-Kfz-Notrufsystem "eCall" soll ab 2015 Pflicht werden
Funk News

Funk-Kfz-Notrufsystem "eCall" soll ab 2015 Pflicht werden
02.08.2012 - 02:16 von 13th2108


Das Europäische Parlament macht Druck: Ab Anfang 2015 sollen neue Pkw verbindlich mit dem Funk-Notrufsystem "eCall" ausgerüstet werden. Eine entsprechende Entschließung hat das Parlament am 3. Juli 2012 in Straßburg verabschiedet.

Vorausgegangen waren jahrelange, wenig erfolgreiche Bemühungen, "eCall" auf freiwilliger Basis einzuführen. Im September 2011 legte die EU-Kommission schließlich eine Empfehlung vor, die eine Einführung von "eCall" bis zum Jahre 2015 vorsah. Die Reaktion war verhalten - nur 18 Mitgliedstaaten reagierten bisher auf diese Empfehlung. Um das Projekt voranzutreiben, hat das EU-Parlament jetzt die Mitgliedstaaten und die Netzbetreiber erneut aufgefordert, dafür zu sorgen, dass die Empfehlung bis zum Jahre 2015 umgesetzt wird. Auch die EU-Kommission wurde aufgefordert, einen entsprechenden Vorschlag vorzulegen, um die Einführung von "eCall" in den EU-Mitgliedsländern bis zum Jahre 2015 sicherzustellen.

"eCall" ist ein Notrufsystem, das bei einem Unfall manuell oder durch Sensoren (z.B. die Sensoren des Airbags) aktiviert wird und eine Verbindung zur Notrufzentrale über die Notrufnummer 112 aufbaut. Dabei übermittelt das System automatisch die Position des Fahrzeugs sowie weitere Daten wie Unfallzeitpunkt, Fahrzeugidentifikation, Fahrtrichtung und Motorart an die Notrufzentrale. Außerdem wird eine Sprachverbindung aufgebaut.

Nach Auffassung des Europäischen Parlaments könnten durch die EU-weite Einführung von "eCall" rund 2500 Leben gerettet und die Verletzungsfolgen um 10 bis 15 Prozent gemindert werden. Bislang seien nur 0,4 Prozent der Fahrzeuge in Europa mit eCall ausgestattet.

Der Gedanke eines Kfz-Notrufsystems ist nicht neu. Bereits im Jahre 1982 hatte die damalige "Bundesanstalt für Straßenwesen" (BASt) ein sog. "Auto-Notruf-System" getestet. Die bundesweite Einführung dieses Systems scheiterte nicht zuletzt an den enormen Kosten: Weil es damals noch keine für die Notruf-Übermittlung geeigneten Mobilfunknetze gab, hätte für das Notruf-System eine eigene bundesweite Funk-Infrastruktur aufgebaut werden müssen. Dies hätte Schätzungen zufolge rd. eine Milliarde D-Mark gekostet.

Eine kostengünstigere Lösung auf Basis des CB-Funks stellte im Jahre 1995 der Deutsche Arbeitskreis für CB- und Notfunk (DAKfCBNF) vor. Nach den Vorstellungen des DAKfCBNF sollten die damals neuen 80-Kanal-CB-Funkgeräte mit einem "Notrufgeber" und einem entsprechenden Auswerter ausgestattet werden. Der Notrufverkehr sollte teilautomatisiert auf der Frequenz 26,955 MHz (CB-Kanal 80) abgewickelt werden. Nach dem Drücken der Mikrofontaste sollte automatisch das Notrufsignal und das Rufzeichen ausgesendet werden. Anschließend sollte neun Minuten lang die Möglichkeit bestehen, Meldungen und Rückfragen zum Notruf in Sprache abzuwickeln. Um Missbrauch auszuschließen, war vorgesehen, die Identifizierung mit Hilfe einer Chipkarte vorzunehmen. Auch die Aussendung der Positionsdaten (z.B. mit Hilfe des damals noch in den Kinderschuhen steckenden GPS) war vorgesehen.

Das damalige Bundesministerium für Post und Telekommunikation lehnte ein derartiges, in die CB-Funkgeräte integriertes Notrufsystem ab. Das Ministerium war der Auffassung, dass ein solches System zu kompliziert sei, zu einer Verteuerung der Geräte führen würde und "nicht dem Interesse der Hauptnutzergruppe" entspräche. Außerdem würde dadurch die "angestrebte europäische Harmonisierung erschwert" werden. Das Ministerium schlug vor, eine Notrufalarmierung mit Hilfe von Zusatzgeräten vorzunehmen, die nicht zulassungspflichtig seien. Die damals in der "Gesellschaft Deutscher CB-Funk-Hersteller" (GDCH) zusammengeschlossenen CB-Hersteller sagten die Entwicklung solcher Zusatzgeräte zu; realisiert wurden solche Geräte jedoch nie.

- wolf -



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Dieser Beitrag darf ungekürzt und mit Quellenangabe in nichtgewerbliche Medien (z.B. CB-Clubzeitungen, CB-Rundsprüche, CB-Packet-Radio) übernommen werden.
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Funk News » Neue Allgemeinzuteilung für PMR/DMR446-Geräte veröffentlicht
Funk News

Neue Allgemeinzuteilung für PMR/DMR446-Geräte veröffentlicht
26.07.2012 - 02:14 von 13th2108


Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat am 24. Juli 2012 eine neue gemeinsame Allgemeinzuteilung für (analoge) PMR446-Geräte und (digitale) DMR446-Geräte veröffentlicht. Bisher gab es für beide Gerätearten getrennte Allgemeinzuteilungen.

Hier die wesentlichen Änderungen:

Bestimmte PMR446- und DMR446-Geräte, die ab 1. Januar 2014 in Verkehr gebracht werden, müssen eine Sprechzeitbegrenzung von 180 Sekunden aufweisen. Dies gilt nur für Geräte, die über eine feststellbare(!) PTT-Taste verfügen sowie für Geräte ohne PTT-Funktion, die über eine VOX gesteuert werden. Geräte, deren PTT-Taste nicht feststellbar ist, sind von dieser Regelung nicht betroffen.

Wie Wolfgang Schnorrenberg (Firma Alan Electronics) dem Funkmagazin auf Anfrage mitteilte, geht diese Regelung auf eine Entscheidung des europäischen "Electronic Communications Committees" (ECC) zurück. Damit soll verhindert werden, dass Geräte auf den Markt kommen, die ein automatisches oder gewolltes Dauersenden ermöglichen. So hatte z.B. ein Schweizer Anbieter ein PMR446-Gerät als Babyphon angeboten, das über gar keine PTT-Taste verfügte und durchgehend auf Sendung sein sollte.

Die in der bisherigen DMR446-Allgemeinzuteilung enthaltene Einschränkung, dass nur "Handfunkgeräte mit integrierter Antenne" eingesetzt werden dürfen, ist ersatzlos entfallen. Dies betrifft nur Digitalgeräte im Frequenzbereich 446,1 bis 446,2 MHz. Für den Betrieb mit klassischen PMR446-Geräten im Frequenzbereich 446,0 bis 446,1 MHz hat dies keine Bedeutung, denn für diese Geräte gibt es schon seit Jahren in der Allgemeinzuteilung keine solche Beschränkung mehr. Der Grund, dass PMR446-Geräte dennoch nur mit "festen" Antennen angeboten werden, liegt darin, dass die Hersteller diese Geräte nach der Norm EN 300296 bauen. Diese Norm sieht nur Geräte mit integrierter Antenne vor.

An den sonstigen technischen Parametern für den Betrieb von PMR/DMR446-Geräten wie Strahlungsleistung, Frequenzen und Kanalraster hat sich nichts geändert.

Die neue Allgemeinzuteilung für PMR/DMR446-Geräte ist bis zum 31. Dezember 2022 befristet.

Neben der PMR/DMR446-Frequenzzuteilung wurde auch eine neue Frequenzzuteilung für Short-Range-Devices (SRDs) veröffentlicht. Hier gibt es in den für den Jedermannfunk relevanten Frequenzbereichen (insbesondere dem Bereich 433,050 bis 434,790 MHz im 70-cm-Band) keine Änderungen.

- wolf -

Update vom 02.08.2012:
Die Bundesnetzagentur hat die neuen Allgemeinzuteilungen unter http://tinyurl.com/vfg40-2012 (PMR446/DMR446) und http://tinyurl.com/vfg43-2012 (SRD) zum Download bereitgestellt.



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Funk News » Großbritannien erwägt neue Privatfunk-Anwendungen im 2-Meter-Band
Funk News

Großbritannien erwägt neue Privatfunk-Anwendungen im 2-Meter-Band
16.07.2012 - 02:11 von 13th2108


Die britische Regulierungsbehörde OFCOM hat angekündigt, freigewordene Frequenzen im 2-Meter-Band neu zu vergeben. Es handelt sich um insgesamt knapp 6 MHz in den Frequenzbereichen 143-144, 146-148, 152-153,0625 und 154-156 MHz.

Diese Frequenzen wurden bisher in England und Wales durch Rettungsdienste und in Nordirland durch die Polizei genutzt. Nachdem diese Funkanwender auf andere Frequenzen gewechselt sind, stehen die Frequenzbereiche für andere Nutzungen zur Verfügung. In Schottland wird ein ähnlicher Frequenzbereich zu einem späteren Zeitpunkt verfügbar sein.

Wie Wolfgang Schnorrenberg (Firma Alan Electronics) dem Funkmagazin mitteilte, denkt OFCOM bei der Neuvergabe insbesondere auch an private Funkanwendungen ("Private Mobil Radio"). Weitere Informationen sind in einem (englischsprachigen) Dokument enthalten, das OFCOM im Internet unter http://tinyurl.com/ofcom-2meter-neu veröffentlicht hat.

Britische Interessenten haben die Möglichkeit, bis zum 12. Oktober 2012 Vorschläge zu neuen Funkanwendungen in diesen Frequenzbereichen bei OFCOM einzureichen.

Die Bestrebungen der britischen Regulierungsbehörde sind auch für Deutschland nicht uninteressant. Auch hier werden viele Betriebsfunkfrequenzen im 2-Meter-Band nicht mehr genutzt, weil die früheren Nutzer zu anderen Anwendungen gewechselt sind.

- wolf -



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Funk News » Freigabe von AM/SSB in Österreich dauert noch...
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Freigabe von AM/SSB in Österreich dauert noch...
08.07.2012 - 02:09 von 13th2108


In Östereich wird die Freigabe von AM und SSB im CB-Funk noch auf sich warten lassen. Das geht aus einer Auskunft hervor, die das österreichische "Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie" (BMVIT) einem CB-Funker auf Anfrage erteilte.

Nach Angaben des BMVIT findet in der österreichischen Fernmeldeverwaltung derzeit "eine Reihe von Umsetzungsaktivitäten im Funkwesen" statt. Dies habe hauptsächlich mit den Ergebnissen der letzten Weltfunkkonferenz und Entscheidungen der Europäischen Kommission zu tun. Im Rahmen dieser Aktivitäten, in die auch der CB-Funk eingebunden ist, müssen die Frequenznutzungsverordnung (FNV), die Funkschnittstellen-Beschreibungsverordnung (FSBV) und die Verordnung, mit der "Generelle Bewilligungen" erteilt werden, geändert werden. Aufgrund der "verfügbaren Ressourcen" könne dies noch "mehrere Monate" in Anspruch nehmen.

Grundsätzlich - so heißt es in der Auskunft des Ministeriums - sei aber geplant, die "CEPT/ECC-Entscheidung (...) auch in Österreich umzusetzen".

In der CEPT/ECC-Entscheidung sind u.a. die Modulationsarten AM, FM und SSB mit Sendeleistungen von 4 Watt (AM/FM) bzw. 12 Watt (SSB) als europäischer "CB-Standard" festgelegt. Die Entscheidung trat am 24. Juni 2011 in Kraft und sollte nach dem Wunsch der CEPT in deren Mitgliedsländern bis zum 1. Oktober 2011 in nationales Recht umgesetzt werden (das Funkmagazin berichtete).

Im deutschsprachigen Raum erfolgte die Umsetzung in der Schweiz pünktlich am 1. Oktober 2011, in Deutschland am 7. Dezember 2011.

Die österreichische Fernmeldeverwaltung hat den CB-Funk bisher äußert restriktiv gehandhabt. Die dort betriebenen CB-Funkgeräte dürfen nur 40 Kanäle ausschließlich in der Modulationsart FM aufweisen (gemäß der alten "CEPT-Norm"). Selbst der Betrieb von Geräten mit umschaltbaren "Ländernormen" ist in Österreich verboten.

- wolf -



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Funk News » "Grecom PSR-120E": Neuer Funkscanner mit "Europa-Programmierung"
Funk News

"Grecom PSR-120E": Neuer Funkscanner mit "Europa-Programmierung"
04.07.2012 - 02:06 von 13th2108


Die Firma "General Research of Electronics" (kurz: "GRE") will ihren Funkscanner "Grecom PSR-120" künftig auch in einer speziellen europäischen Version anbieten.

Diese Europa-Version - sie trägt die Zusatzbezeichnung "E" - verfügt über umschaltbare "Bandpläne" für drei europäische Regionen (darunter auch für Deutschland). In diesen "Bandplänen" ist abgespeichert, welche Frequenzraster und Modulationsarten in den jeweiligen Regionen den verschiedenen Frequenzbereichen zugeordnet sind.

Der "PSR-120E" umfasst die Frequenzbereiche 25 bis 174 MHz und 380 bis 512 MHz und verfügt über 300 Speicherplätze. Die in der "internationalen" Version des Geräts vorhandenen Frequenzbereiche im 800-, 900- und 1200-MHZ-Bereich sind in der Europa-Version offenbar nicht vorhanden.

Zum leichteren Auffinden der gewünschten Funkanwendung sind beim "PSR-120E" bereits fünf Suchlaufbereiche voreingestellt, und zwar für VHF-Flugfunk, Amateurfunk, UKW-Seefunk, CB-Funk und PMR446. Außerdem besitzt das Gerät eine Funktion namens "Spectrum Sweeper" zum schnellen Auffinden von Signalen im Nahbereich über den gesamten Frequenzbereich.

Als technische Besonderheit verfügt der "PSR-120E" über eine Kombibuchse, die wahlweise als ZF-Ausgang oder für die Programmierung per PC genutzt werden kann.

Die Firma GRE ist vor allem in den USA bekannt und bietet dort unter der Marke "Grecom" Scanner im unteren bis mittleren Preissegment an. Darüber hinaus produziert GRE auch für andere Scanner-Anbieter Geräte unter deren Markennamen. Die Firma hat ihren Stammsitz in Japan; die Scanner werden aus Kostengründen in China hergestellt.

Der "PRS-120E" wird nach Angaben des Funkgeräte-Händlers Thiecom voraussichtlich ab Oktober/November 2012 lieferbar sein. Als Preis nennt Thiecom derzeit 119 Euro (Stand: Anfang Juli 2012).

Weitere Informationen zum "PRS-120E" sind im Internet unter www.thiecom.de/psr120e.htm zu finden.

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